DMSC Bielefeld beim Finale zur Deutschen Trial Meisterschaft 2017

DMSC Bielefeld e.V. gibt Gas.

Trotz der Tatsache, dass der DMSC Bielefeld e.V. im ADAC nach einem internationalen Grasbahnrennen, zwei Trialveranstaltungen und einem 2-Stunden Mofa-Enduro sein Sportprogramm für die Saison 2017 bereits Anfang Juli abgeschlossen hat, steht mit den Finalläufen zur Deutschen Motorrad Trial Meisterschaft am 14. und 15. Oktober in Wüsten jetzt noch ein weiteres Highlight im Terminkalender des Vereins vom Leineweberring. Gemeinsam mit drei weiteren Vereinen aus Ostwestfalen-Lippe (MSC Brake, MSC Sieker u. MSC Leopolshöhe) und unter der Federführung des MSC Wüsten, steht jetzt die Ausrichtung des höchsten Trial-Prädikates des deutschen Motorsportverbandes auf dem Programm.

Dabei haben insbesondere die Verantwortlichen des MSC Wüsten mit der Beantragung eines Laufes zur Trial-DM beim DMSB (Deutscher Motorsport Bund) Mut bewiesen, denn nachdem der MSC Sieker im Jahre 2004 zum letzten Mal einen Lauf zur Deutschen Trial DM im Steinbruch Foerth in Halle (Westf.) austragen durfte, hat es in OWL nur noch DM-Prädikate in der Seidenstickerhalle gegeben.
Beim DMSB hat das Konzept der Veranstaltergemeinschaft rund um den MSC Wüsten überzeugt und so war man in der Zentrale des Deutschen Motorsports in Frankfurt sofort davon überzeugt, dass mit den Trial-Clubs aus OWL ein kompetentes Team bereit steht, um einen Lauf zur Deutschen Trialmeisterschaft erfolgreich durchzuführen.

Ostwestfalen-Lippe gilt als eine Hochburg des deutschen Trialsports und Namen wie Carsten Stranghöner, Mirco Kammel (beide MSC Brake) oder Jan Junklewitz (DMSC Bielefeld) vereinen insgesamt 15 Trial-DM Titel auf sich.

So ist auch nachvollziehbar, dass Jan Junklewitz beim DMSC verantwortlich ist für den Kontakt und die Kooperation mit der Veranstaltergemeinschaft. Gemeinsam mit Bruder Tim und weiteren Helfern aus den Reihen des DMSC sind unter seiner Regie zwei Sektionen entstanden, die von den Teilnehmern im Rahmen der Trial DM in Wüsten bewältigt werden müssen. „Die Sektionsplätze rund´ um Wüsten haben mich schwer beeindruckt! Die Prüfungsabschnitte sind teilweise extrem steil und anspruchsvoll; der Begriff „lippisches Bergland“ ist hier wortwörtlich zu verstehen!“, so Junklewitz, der aus beruflichen Gründen zum Ende der Saison 2016 seinen Rücktritt vom aktiven Trialsport erklärt hat. Statt an den beiden Veranstaltungstagen auf den Rasten seiner Trialmaschine zu stehen, wird der gerade mit dem Master of Science ausgezeichnete Elektroingenieur als verantwortlicher Punktrichter die Bewertung der ehemaligen Konkurrenten in den von ihm gesteckten Sektionen durchführen.

Eine weitere Besonderheit der Veranstaltung in Wüsten liegt darin, dass die insgesamt fünf Sektionsplätze auf einem ca. 10 Kilometer langen Rundkurs liegen, der auch über öffentliche Straßen führt. Dies´ hat zur Folge, dass die eingesetzten Maschinen eine Straßenverkehrszulassung und die Fahrer einen entsprechenden Führerschein benötigen. Während in der jüngeren Vergangenheit die Trial-DM praktisch immer auf nicht-öffentlichem Terrain ausgetragen wurde (z.B. in großen Steinbrüchen), knüpft die Veranstaltung in Wüsten an die „guten alten Zeiten“ an, wo es regelmäßig lange Strecken auf öffentlichen Straßen zwischen den Sektionen zurückzulegen galt. Fahrer, die aktuell weder über einen entsprechenden Führerschein oder ein zugelassenes Motorrad verfügen, fühlen sich vom DMSB um ihre Chancen im Kampf um die diversen DM-Titel gebracht und kritisieren die Vergabe des Laufes nach Wüsten massiv.

Junklewitz: „Die Kritik aus dem Lager der Fahrer unter 18 Jahren ist aus meiner Sicht nicht nachvollziehbar. Für die Jugendlichen gibt es die Deutsche Jugend-Trialmeisterschaft! Die deutsche Trialszene kann froh´ sein, mit der Trial-DM in Wüsten einen weiteren Veranstaltungsort gefunden zu haben! Läufe mit langen Zwischenstrecken sind für mich das viel zitierte Salz in der Suppe der Trial-DM und gehörten in der Vergangenheit immer zu den besonders attraktiven Veranstaltungen!“

Der zentrale Dreh- und Angelpunkt der Veranstaltung in Wüsten befindet sich auf dem Sportplatz des SV Wüsten mit Fahrerlager sowie der Start- u. Zielsektionen. Von dort aus werden die exakt 73 gemeldeten Fahrer, davon alleine 11 Piloten aus der Region, auf den Rundkurs geschickt. Vom DMSC Bielefeld sind im DMSB Trial Open Pokal Nik Schütte und im DMSB Trial Senioren Cup (Fahrer der Ü-40 Kategorie) Stephan Prante am Start. Um von den zentralen Parkmöglichkeiten rund um das Fahrerlager am Sportplatz zu den einzelnen Sektionsbereichen zu gelangen, wird für die Zuschauer ein Shuttle-Service eingerichtet.

An beiden Veranstaltungstagen erfolgt der Start jeweils um 9:00 Uhr. Die Fahrer starten in Minutenabständen in den Wettbewerb und haben für die drei Runden mit jeweils 10 Sektionen eine Maximalfahrzeit von 6 Stunden.