Vorfreude auf die Beatsteaks

Die Beatsteaks begeistern ein großes Publikum. (Foto: Privat)

Sie werden bereits sehnsüchtig erwartet: Im kommenden Jahr treten die Beatsteaks am 8. April im Bielefelder Ringlokschuppen auf.

Nach einer kleinen Verschnaufpause melden sich die berliner Künstler bereits in diesem Jahr zurück. Fans freuen sich auf Konzerte, denn “im Prinzip ist jede
einzelne Show dieser Band ein Ereignis”, so die Veranstalter. Beatsteaks live, das bedeute Ekstase, Loslösung, Durchdrehen, gemeinsam feiern, kollektive Raserei.

Mit ihrer gemeinsamen Band Beatsteaks haben sich fünf Freunde aus
Berlin von einer kleinen Punk-Attraktion über die Jahre zu einer der größten
Rockbands Deutschlands entwickelt. Nach zahlreichen Tourneen im In- und Ausland,
Auftritten auf den größten europäischen Festivals und mehreren Goldalben sind die
Beatsteaks heute eine der beliebtesten und erfolgreichsten Rockbands der Republik.

Beinahe auf den Tag genau 22 Jahre ist es nun her, seit Arnim Teutoburg-Weiß sich zum
ersten Mal in jenen legendären Keller in der Alten Schönhauser Straße 48/49 zu Berlin begab.
Dort traf er auf die befreundeten Gitarristen Peter Baumann und Bernd Kurtzke sowie Bassist
Ali Roßwaag und Drummer Stephan Hirche – die Geburt der Beatsteaks. Nachdem sie einen
Wettbewerb gewonnen hatten, in dessen Folge sie im Vorprogramm der Sex Pistols spielen
durften, sind die Beatsteaks den klassischen Rock’n’Roll-Weg gegangen: unzählige Konzerte,
die Ochsentour durch die Provinz. Nach einigen Besetzungswechseln formierte sich um die
Jahrtausendwende das bis heute aktive Line-up mit Baumann, Teutoburg-Weiß und Kurtzke
sowie Thomas Götz (Schlagzeug) und Torsten Scholz (Bass).

Die Beatsteaks sorgen für ausverkaufte Hallen. (Foto: Privat)

Der große Durchbruch gelang ihnen 2004 mit »Smacksmash«. Das vierte Beatsteaks-Album
erreichte Platz elf in den deutschen Charts, wurde mit Platin prämiert und bei den MTV
Music Awards erhielten die Beatsteaks die Auszeichnung als »Best German Act«. Seitdem
haben sie ihren Erfolg mit drei weiteren Studioalben und unzähligen umjubelten Konzerten
kontinuierlich ausgebaut. So gingen die Beatsteaks mit dem Gold-Album ».limbo messiah«
2007 auf Platz drei der Charts und erreichten mit dem ebenfalls vergoldeten »Boombox«
(2011) zum ersten Mal in ihrer Karriere die Peak-Position der Media Control Charts. Die
besondere Live-Energie der Band wurde bereits 2008 auf der DVD »Kanonen auf Spatzen«
festgehalten.

Doch die Beatsteaks wären nicht die Beatsteaks, wenn sie sich auf ihren Lorbeeren ausruhen
würden. Stetig stellten die Berliner sich neuen Herausforderungen. Ihr besonderes Talent, sich
immer wieder zusammenzuraufen und gemeinsam Hindernisse zu überwinden, bewiesen sie
nicht zuletzt mit ihrem bislang letzten Studioalbum. Nach Monaten des Bangens und Hoffens
nach dem schweren Unfall von Thomas Götz während einer DVD-Produktion bündelten sie
nach dessen Genesung alle Energien in ihrem bislang besten Album, das absolut zu Recht den
simplen, aber sehr wahren Titel »Beatsteaks« trägt.

Das Album zeigte die Berliner auf dem Höhepunkt ihres Schaffens. »Beatsteaks« war eine
beeindruckende Kollektivleistung, mit der sie ihre enorme stilistische Bandbreite
eindrucksvoll zu einem homogenen Ganzen verdichteten. Denn ob Punk, Rock, Dub, Pop,
Post-Punk oder Polka: Man erkennt die Beatsteaks stets bereits nach wenigen Tönen. An der
besonderen Art, wie Bernd Kurtzke und Peter Baumann ihre Riffs ineinanderfließen lassen.
An Thomas Götz’ markantem Drumming und dem prägnanten, immer irgendwie
schwingenden Bass von Torsten Scholz. Spätestens aber natürlich an der Stimme von Arnim
Teutoburg-Weiß, der über die Jahre zu einem der besten Rock-Sänger der Republik gereift ist.
Der Lohn: Einmal mehr zog die Band mit »Beatsteaks« von null auf eins in die deutschen
Charts ein.

Doch nicht nur das: Der Videoclip »Everything Went Black«, eine Yakuza Crime
Story im Stile einer Graphic Novel, wurde auf dem weltberühmten Shibuya Scramble
Crossing in Tokio prämiert, für einen Remix von »Make A Wish« teilte sich Teutoburg-Weiß
das Mikrofon mit Casper, Marteria, Ssio und Felix Brummer von Kraftklub – einmal mehr
waren die Beatsteaks die Gentlemen of the Year.