Gemeinde spendet an Caritas

Karin Werner, Ruth Barlmeyer, Ursula Weiss, Roland Jacob und Peter Mittag (von links), freuen sich über die langjährige Verbindung von Kirchengemeinde und Caritas.

Bielefeld/Sennstadt (gw). „Es hat schon Tradition und ist trotzdem etwas Besonderes“, verkündete Roland Jacob, Gemeindeleiter der Neuapostolischen Kirche Bielefeld-Sennestadt im Anschluss an den Gottesdienst, den die Gläubigen am 1. Oktober erlebten. Was das war konnte man vor dem Altar und im Vorraum des Kirchenschiffes sehen. Aber der Reihe nach:
Jedes Jahr findet am ersten Sonntag im Oktober in den Gemeinden der Neuapostolischen Kirche ein Erntedankgottesdienst statt. „Wir wollen Gott für das danken, was wir haben“, erläuterte der stellvertretende Bezirksleiter Peter Mittag die Intention des Gottesdienstes. In seiner Predigt schlug Mittag dabei einen Bogen von Kain und Abel bis zur heutigen Zeit und verwies darauf, dass „wir in einer Region leben, in der es alles gibt.“ Der Bezirksevangelist wies aber auch darauf hin, dass Gott den Menschen den Auftrag gegeben habe, mit den anvertrauten Dingen verantwortungsvoll umzugehen.
Nicht nur Mitglieder der Gemeinde waren unter den Zuhörern, sondern auch eine Abordnung des „Mobilen Warenkorb“ aus Schloß Holte-Stukenbrock. Es sei schon Tradition der Sennestädter Gemeinde, erläuterte Jacob, dem Projekt der Caritas jährlich zum Erntedankfest Sachspenden zukommen zu lassen. Diese hatten zahlreiche Mitglieder der Kirchengemeinde am Vortag schon in den Vorraum des Kirchenschiffes gebracht. Ursula Weiss, Vorsitzende des Mobilen Warenkorb bedankte sich für die Unterstützung durch die zahlreichen Lebensmittel, die nun in den nächsten Tagen Menschen in Not zukommen werden.

Mobile Warenkorb
Der Caritas-Warenkorb ist ein „sozialer Einkaufsmarkt”, ein Projekt gegen Armut der Caritaskonferenzen im Dekanat Rietberg-Wiedenbrück. Lebensmittel, die im Geschäft nicht mehr verkauft werden können, werden abgeholt und im Warenkorb an bedürftige Menschen mit einem Einkaufsausweis gegen einen geringen Betrag weitergegeben. Der Verkauf wird durch Ehrenamtliche organisiert und durchgeführt. Berechtigt zum Einkauf sind Bedürftige mit einem Einkaufsausweis. Dieser wird von den Caritaskonferenzen, den Jobcentern und dem Sozialamt nach Prüfung der persönlichen Verhältnisse für ein Jahr ausgestellt.